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Das Wissen um die dynamische Natur der Karies (Demineralisation, Remineralisation) und Fortschritte auf dem Gebiet der Karies-Frühdiagnose erlauben es modernen Zahnmedizinern wesentlich zahnhartsubstanzschonender bei der Behandlung kariöser Läsionen vorzugehen. Durch Einsatz von innovativen Instrumenten und modernen Füllungsmaterialien können Zähne bei minimalem Verlust der Zahnhartsubstanz effizient versorgt werden. Denn die Gestaltung der Kavität mit Hilfe von zahnärztlichen Instrumenten und die Auswahl des Füllungsmaterials beeinflussen wesentlich die Qualität der Füllung.

Bis in den 1970er Jahren noch wurde in 90% der Fälle Amalgam als Füllungsmaterial verwendet. Seitdem wurde Amalgam von Kompositfüllungen fast vollständig verdrängt. In den letzten 40 Jahren haben sich ästhetische zahnfarbene Füllungsmaterialien (Komposite) weitgehend etabliert, sodass Amalgam nur noch als riskantes und preiswertes Nischenmaterial angesehen wird. Die meisten Menschen entscheiden sich schon aus ästhetischen Gründen für farblich neutrale Füllungen. Zahnfarbene Füllungsmaterialien genügen auch deutlich besser dem Zeitgeist. Zusätzlich lassen sie sich besser verarbeiten und sind auf Grund ihrer besseren biologischen Verträglichkeit mit weniger gesundheitlichen Risiken verbunden. Für provisorische Füllungen werden auch Zemente unterschiedlicher Art verwendet, da sie zumindest kurzfristig die Kavität äußerst effektiv verschließen.

Risiken von Amalgam

Über Amalgam, eine Legierung von elementarem Quicksilber, wird seit seiner ersten Verwendung in der Zahnmedizin kontrovers diskutiert. Da Amalgam Schwermetalle – wie Silber, Zinn, Kupfer und Zink – enthält, wird es von vielen Menschen gemieden. Eine Quecksilberbelastung durch Amalgamfüllungen ist zweifelsohne gegeben. Deren Wechselwirkungen im menschlichen Körper sind jedoch bisher nicht ausreichend untersucht. Daher ist ein eindeutiger Zusammenhang mit ernsten Gesundheitsbeschwerden bis dato nicht belegt. 

In der Kontroverse weisen viele Experten auf die toxische Wirkung des Umweltgifts Quicksilber hin. Im Gegensatz zu anderen Schwermetallen verdampft Quicksilber stetig und reichert sich in den Organen an. Träger von Amalgamfüllungen weisen bis zu 12-mal höhere Quicksilber-Konzentrationen auf als zahnamalgamfreie Personen. Daher ist Zahnamalgam zu Recht als Sondermüll eingestuft und muss entsprechend entsorgt werden.

Die Liste der Erkrankungen, die Alternativmediziner (Homeöpathen) auf Unverträglichkeiten gegenüber Amalgam zurückführen, ist lang. Sie reicht von Gedächtnisstörungen, Autismus, ADHS, Alzheimer, Multipler Sklerose, Autoimmunerkrankungen, Kopfschmerzen, chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Depressionen, Unfruchtbarkeit, Konzentrationsstörungen und erhöhter Infektionsanfälligkeit bis hin zum Krebs.

Viele Zahnmediziner sind dennoch gegen ein Verbot von Amalgam in der zahnärztlichen Praxis. Sie argumentieren damit, dass die Zahl der Amalgamfüllungen ohnehin seit Jahren rückläufig ist. Praktiker wollen bei bestimmten Indikationen – wie kariöser Seitenzahnbereiche oder größerer Kavitäten vor allem aus Wirtschaftlichkeitsgründen im Interesse von Patienten mit geringerem Einkommen auf eine Grundversorgung mit Amalgam zurückgreifen können.

Wir empfehlen unseren Patienten grundsätzlich den Einsatz von umweltverträglichen Füllungsmaterialien. Nur beim Vorliegen von bestimmten eng umrissenen Indikationen und nach einem individuellen Beratungsgespräch mit unseren Patienten verwenden wir in Ausnahmefällen Amalgamfüllungen. 

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Seit etlichen Monaten sind die SARS-CoV-2-Infektionszahlen wieder stark angestiegen. Zahnärztinnen und Zahnärzte und ihre Praxisteams stehen nach wie vor in der Krisensituation vor enormen Herausforderungen. Wie von Beginn der Krise an ist es das primäre Ziel der Vertragszahnärzteschaft, die zahnärztliche Versorgung aller Patientinnen und Patienten bei maximalem Infektionsschutz aufrechtzuerhalten und das Infektionsrisiko in den Praxen zu minimieren. Das zahnärztliche Versorgungssystem hat dabei seine Verlässlichkeit und Belastbarkeit bereits unter Beweis gestellt. Die WHO und alle Dachorganisationen in der Zahnmedizin haben empfohlen, die zahnmedizinische Grundversorgung weiterhin aufrecht zu erhalten. Das Infektionsriskio in unserer Praxis wird durch den Aufwand in der Hygiene und Desinfektion weiter minimiert. Wir werden weiterhin keine Mühe scheuen, um unseren Betrieb weiterhin aufrecht zu erhalten. Ihr Praxisteam, Zahnarzt Offenbach
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